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Unser Trainingsvideo:

Eine Akademie gegen Gewalt
TAK-Akademie für Kampfkunst und Kampfkunstpädagogik wird eröffnet
Guter Kinder- und Jugendsport, Gewaltprävention, interkulturelle Verständigung, breite Vernetzung und soziale Arbeit – dafür ist der Verein Traditionelle Asiatische Kampfkünste (TAK) in Köln-Buchheim seit Jahren bekannt. Der Verein ist Anlaufstelle für viele Jugendliche in schwierigen Situationen, beispielsweise für Heimkinder. Viele persönliche Freundschaften über kulturelle Grenzen sind entstanden, zahlreiche ehrenamtliche Kooperationen im Kölner Raum mit der Polizei, Schulen, Kindergärten, Jugendzentren und Gemeinden haben dem Verein ein unverwechselbares Profil gegeben.
Am 19. November wird der TAK nun um 16 Uhr in der Arnsbergerstr. 9 in Buchheim seine Akademie für Kampfkunst und Kampfkunstpädagogik eröffnen. Oberbürgermeister Roters ist für diesen Tag angefragt. Trainer Ramazan Saglam und die katholische Krankenhausseelsorgerin Dorothee Schuld freuen sich über sein waches Interesse für diese Initiative gegen den Gewaltfundamentalismus in Köln. Ein neuer Boxring in dem ehemaligen Teppichlager und der jetzt aufwändig gestalteten Trainingshalle wird bei dieser Gelegenheit der Öffentlichkeit vorgestellt und und damit die vereinseigene Kampfkunstarena eingeweiht. Sie wird im Training und auf Kampfsport-Galas eingesetzt werden und ersetzt einen Fitnessbereich. „Wir wollen opimale Trainingsbedingungen auch für Vollkontaktsport und K1,“ so Trainer Saglam, der die Vermietung des Boxrings unter dem Titel „K1-fight-Schmiede“ vorbereitet. Eine kleine Fotoausstellung wird die Schwerpunkte der neuen Akademie verdeutlichen. Die Veranstaltung ist öffentlich, für das leibliche Wohl wird Azra Saglam im vereinseigenen Cafébereich sorgen.
„Wir wollen Kinder und Jugendliche für und in der Gesellschaft stärken. Dafür müssen wir sie in den Mittelpunkt stellen und gemeinsam mit ihnen ihre Ziele erreichen. Ihnen wird vermittelt, respektvoll und positiv mit anderen umzugehen. Dabei setzen wir auf Disziplin und Freude am Sport,“ erläutert der langjährige Vorsitzende des Vereins, Oktay Akin, der derzeit die dritte große Gala des Vereins vorbereitet, bei der es um die Deutsche Meisterschaft im Kickboxen gehen wird.
Murat Densiz, der Bewerber um die Meisterschaft, hat nicht nur für seine eigene Sportlerkarriere trainiert. Er war im Jugendzentrum Köln-Niehl aktiv. „Die Jugendlichen haben die gesellschaftlichen Spielregeln oft verlernt, weil Elternhaus, Schule und Gesellschaft die nicht vermitteln oder vorleben. Wir möchten mit der TAK-Akademie nicht nur einen sportlichen, sondern auch einen gemeinnützigen Beitrag zu einem Miteinander bringen,“ erläutert Cheftrainer Ramazan Saglam. Die Schwerpunkte Gewaltprävention, Antiaggressionstraining, Selbstbehauptung und Selbstverteidung sollen durch die Akademie auch in Lehrer- und Erzieherfortbildungen weitergegeben werden.
„Wir brauchen dringend mehr Multiplikatoren für unsere Zielgruppen. Außerdem wollen wir ein Gütesiegel 'Sauberer Kampfsport' erarbeiten und als erstes an uns selbst anwenden,“ ergänzt die ehrenamtliche Freiwilligenmanagerin des Vereins, Dorothee Schuld. „Wir wollen den Nachweis bringen, dass die Arbeit des TAK e. V. gesundheitsfördernd ist, und die schulischen Leistungen verbessert. Manche Kinder werden von ihren Therapeuten und Ärzten zu uns hin empfohlen. Respekt, Würde, Körpererfahrung, Regeln, Grenzen, viel Spaß am Lernen werden vermittelt. Die innere Sicherheit, Konzentration werden gestärkt, und so können die Kinder der Schule und ihrem Alltag ausgeglichener begegnen.“
Dies soll nicht nur für die Kinder gelten. Langfristig möchte die TAK-Akademie dazu beitragen, dass Menschen auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Wer die fünf Säulen des TaekwonDo – Höflichkeit, Integrität, Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen und Unbezwingbarkeit – regelmäßig übt, wird den friedfertigen und respektvollen Umgang innerhalb des Vereins erfolgreich auch in den beruflichen Bereich tragen.
Die TAK-Akademie möchte ein eigenes inklusives Angebot für Behindertensport aufbauen.
Dorothee Schuld bringt in die Akademie ihre langjährigen Stadtteilinitiativen aus Kalk ein. Die Impulsgruppe Kaktusblüte begleitet kranke Frauen aus Gewaltsituationen und hat im Jahr 2006 den Kölner Ehrenamtspreis bekommen. Gemeinsam mit dem Verein Kollektive Gemeinschaft „Effata Köln“ in der Communio in Christo – Frau Schuld ist auch hier Gründerin und Vorsitzende- betreibt die Kaktusblüte in der Kalker Betramstraße eine Seelsorgeambulanz, die offizieller Partner der Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe und Mehrgenerationenprojekt ist. Somit bietet die neue Akademie auch einen Neuansatz einer Zusammenarbeit in der Täter- und Opferarbeit und verbindet damit erhebliche interkulturelle Vernetzungspotentiale.
Die Akademie, für die derzeit keine eigene Rechtsform geplant ist, wird also ein breitgefächertes Angebot unter dem Dach des TAK bündeln und dafür ein Qualitätshandbuch schreiben, das Modellcharakter bekommen soll. Die Akteure erhoffen, dass sie damit vor allem einen Beitrag zur laufenden Stadtteilentwicklung Mülheim 2020 leisten können – vor allem als Motor für eine psychotraumatologisch sensible Jugendsozialarbeit. Integration und Inklusion sind als Mittel zum Zweck: zusammen zu leben und zu arbeiten im Viertel.
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